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RLP

Gewerkschafter im KZ Osthofen

Häftlinge im KZ Osthofen, Anfang Mai 1933

Am 1. Mai 1933 wurde das Konzentrationslager Osthofen offiziell eröffnet; hierin sollten alle politischen Gegner der Nationalsozialisten des damaligen Volksstaates Hessen eingesperrt werden.

Bereits am nächsten Tag konnte man der Presse entnehmen, dass über 100 Häftlinge aus diesem KZ-Lager wieder entlassen worden sind. Im Vorfeld dieser Propagandaaktion, nämlich am 20. April, also zu einem Zeitpunkt, als das Lager offiziell noch überhaupt nicht existierte (noch am 6. April hatte Best die Existenz des bereits am 6. März 1933 durch örtliche NSDAP errichteten Lagers in Osthofen dementiert), hatte Best seinen Polizeistellen befohlen, sofort „100 Handarbeiter, keine Funktionäre und keine ‚Wiederholungstäter’“ nach Osthofen einzuliefern.

Sicher weit über 3000 Häftlingen wurden bis Juli 1934 für einen Zeitraum von mehreren Tagen, mehreren Wochen oder gar Monate lang, häufig auch mehrmals, eingesperrt. Die Bevölkerung war durch die Presse, öffentlich stattfindende Verhaftungsaktionen und Abtransporte darüber informiert.

Einige ausgewählte Biographien zu den Gewerkschaftern unter den Häftlingen sollen darüber informieren, welche Bedeutung diese Konzentrationslager für den Versuch, die freien Gewerkschaften zu zerschlagen, hatte.