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RLP

Mann, Albin

geb. am 15. November 1883 in Ursprung
gest. am 6. Oktober 1960 in Gießen

Häftling im KZ Osthofen ab August/September 1933

Albin Mann wurde als Sohn eines Maurers in Ursprung im Kreise Stolberg geboren und lernte ebenfalls Maurer. Von 1909 bis 1912 war er Stellvertreter des Arbeitersekretärs in Vegesack bei Bremen. Ende 1912 wurde er hauptamtlich vom Bauarbeiterverband angestellt. 1914 war er bereits Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Gießen. Von 1919 bis 1933 war er kommunalpolitisch für die SPD als Stadtverordneter tätig und von 1921 bis 1931 war er gleichzeitig Landtagsabgeordneter des Volksstaates Hessen. Nach der Besetzung des Gewerkschaftshauses am 2. Mai 1933 wurde er entlassen und kurze Zeit später verhaftet, obwohl er sich angeblich erboten hätte, für die Nazis „loyal“ weiter zu arbeiten. In den Monaten August und September 1933 befand er sich als Häftling im KZ Osthofen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Mann vom August 1946 bis Ende Juni 1948 das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen ausüben. Anschließend war er als Pensionär noch bis 1952 Stadtverordneter der Universitätsstadt.